Ich habe seit längerem schon mit dem Gedanken gespielt eine Art "Serie" zu starten. Ich denke viele interessiert besonders, wo zum Beispiel die Unterschiede von den USA zu Deutschland liegen, was ich vermisse und was mich beeindruckt… oder auch schockiert hat. Deshalb dachte ich starte ich mal die 10 Fakten-Reihe. Ich denke ich werde ungefähr 4 Posts schreiben, je nachdem wie viel mir einfällt.
Vorab möchte ich aber noch sagen, dass das Alles nur meine persönliche Meinung ist und auf meinen Erlebnissen und Erfahrungen beruht. So, und heute fange ich dann mal mit den Dingen an, die mich an den USA sowohl positiv als auch negativ überrascht haben.
10. Es gibt für ALLES einen sogenannten "Drive-Thru". Und wenn ich Alles sage, dann meine ich das auch! Starbucks, Dunkin Donuts, so ziemlich jedes Restaurant oder Diner, Supermärkte, Apotheken und sogar Bänke haben einen Drive Thru. Anscheinend ist es den Amis einfach zu lästig aus dem Auto auszusteigen… na ja, im Winter bei den Temperaturen kann ich es sogar noch einigermaßen nachvollziehen! :D
9. Bleiben wir mal bei den Supermärkten: An der Kasse müssen die Einkäufe nie selbst eingeräumt werden, denn neben dem Kassierer gibt es immer noch einen angestellten der nur dafür da ist, die Einkäufe in hunderte von Plastiktüten zu verstauen. Einerseits cool, weil man dann nichts machen muss, aber anderseits total die Verschwendung an Plastiktüten… Kein Wunder dass die USA ein Plastikmüllproblem hat.
8. Die anderen Maßeinheiten. Von der Temperatur, die hier in Fahrenheit (was die Amis übrigens total süß aussprechen) gemessen wird, über Inches und Meilen, zu der Größe, die in Feet gemessen wird, bis hin zum Gewicht, welches in Pfund gemessen wird. Mit jeder Maßeinheit hatte ich meine ganz eigene Erfahrung! Ich habe mit Tony zusammen mittlerweile ein System entwickelt wie ich mir immer ganz einfach die Temperatur in Celsius umrechnen kann, denn bis heute habe ich eigentlich immer noch keine Ahnung was 90 Fahrenheit denn eigentlich so genau sind. Auch wenn es nicht super genau ist, ich rechne immer -32 und teile das Ergebnis dann noch einmal durch 2. Meistens kommt dann eine sehr nahgelegene Zahl raus, also funktioniert das mittlerweile sehr gut. :) Die Größe musste ich letztens in Sport für einen Test sagen und als ich dran war meinte ich dann einfach nur: Na ja also ich kann das leider nur in Zentimeter sagen… Sorry! Daraufhin haben wir die restliche Stunde damit verbracht mich mit allen Mitschülerin zu vergleichen und kamen dann auf das Ergebnis das ich ca. 5,5- 5,6 Feet groß bin. :D Meine Erfahrung mit dem Gewicht ist wohl die Witzigste. Nachdem ich ca. 2 Wochen hier war habe ich mich dann irgendwann mal auf die Waage getraut und war geschockt als diese 133 anzeigte. Sofort gegooglet wurde mein Gewissen zum Glück beruhigt, denn hier wird das Gewicht in Ponds gewogen! :D
7. Ein Belag auf einem Sandwich reicht nicht. Als ich einmal mit einem Toast mit Schinken in die Schule kam haben meine Freundinnen mich angeguckt als wäre ich durchgedreht. "Wie…? Du isst das Brot nur mit Schinken? Aber das schmeckt doch gar nicht?" So Etwas habe ich mir dann die ganze Zeit anhören müssen! :D Denn hier kommen mindestens vier Beläge auf das Brot.
6. Bleiben wir mal eben beim Essen. Das mit dem Sandwich kann ich ja noch nachvollziehen aber es gibt auch ein paar Sachen… die finde ich schon echt eklig. Zum einen wäre das: Hier werden Waffeln immer mit einer Art Frikadelle reserviert. Hallo? Waffeln! Waffeln sind süß, und selbst wenn diese mit Schokosoße und Sahne gegessen wird, die Frikadelle darf nicht fehlen. Ih! Na ja, generell ist ja bekannt das Amerikaner nicht so die Fans von gesundem Essen sind. Aber wenn sie sich dann doch mal überwinden sollten, dann wird Obst wie z. B. Äpfel, aber auch Gemüse wie Gurke und Tomate fast immer in Peanutbutter getunkt. Von dem ursprünglichen Geschmack bleibt meistens kaum Etwas übrig…
5. Ein Fakt der mir natürlich sehr positiv auffällt ist, dass die Geschäfte 7 Tage die Woche geöffnet haben, und das meistens von 9 Uhr morgens bis 22 Uhr abends. Sonntags aber NUR von 12-19 oder 20 Uhr. Da verfällt Alma dann auch manchmal in Stress… ich meine hallo? Das sind NUR 7 bzw. 8 Stunden… das kann echt stressig werden. :D (Ironie!) Außerdem haben viele Supermärkte 24h geöffnet, weshalb Alma und ich im Sommer häufig abends um 22 Uhr noch mal eben einkaufen gefahren sind und na ja, bei Alma heißt "mal eben" zwei Stunden…
4. Ich will ja eigentlich nicht alle Amerikaner in eine Schublade stecken, aber ich habe es bis jetzt JEDES mal erlebt, wenn ich mich mit meinen Freundinnen verabredete habe oder mit Alma und Tony irgendwohin fahren wollte: Amerikaner sind unpünktlich. Und meistens nicht nur ein bisschen! Ich sage mittlerweile immer eine Stunde früher, weil ich weiß dass meine Freundinnen immer ca. 1 Stunde später kommen… :D Und als ich mit Alma und Tony wohin fahren wollte meinten wir am Abend vorher dass wir um 8 losfahren. Na ja, also ich hätte fahren können, denn ich war um Punkt acht fertig, aber Alma und Tony kamen dann um 9 Uhr im Schlafanzug in die Küche und haben erst einmal genüsslich gefrühstückt. Wir sind letztendlich um 11 Uhr losgefahren. :D Mir sagen hier immer meine Pünktlichkeit würde total meine deutsche Seite hervorbringen.
3. Wenigstens einen Punkt sollte ich auf jeden fall über die Schule hier schreiben. Der High School Spirit hier ist wirklich unglaublich! Währenddessen ich hier so oft wie möglich T-Shirts, Hoodies oder Jogginghosen von meiner Schule trage, könnte ich mir das in Deutschland niemals vorstellen. In den Staaten sind die Schüler wirklich stolz auf ihre Schule und der Fakt, dass man auf eine Schule geht macht einen schon zu einem halben Freund. Alle feuern sich gegenseitig an und man ist Stolz wenn in den Morning Announcements wieder angekündigt wird dass eine Mannschaft Etwas gewonnen hat. Die Leute die nie eine amerikanische High School besucht haben können sich das wirklich nicht vorstellen, aber die Schule ist definitiv eines der Dinge die ich am meisten vermissen werde.
2. Diese Situation kennt wirklich jeder. Man läuft auf der Straße, im Supermarkt oder einfach nur im Gang in der Schule und dir kommt jemand entgegen. Dann entsteht auf einmal diese mega peinliche Situation in der man irgendwie versucht aneinander vorbeizugehen, aber es irgendwie nicht gebacken bekommt. :D Währenddessen man in Deutschland relativ schnell eine Lösung findet und jeder seinen Weg geht, sagt man in den USA gefühlte 1000 Mal "Sorry!", fängt an zu lachen und wenn man es dann letztendlich hinbekommt ist ein: "Have a nice day!" garantiert. :)
1. Ich hoffe damit verärgere ich niemand in Deutschland, aber wenn ich ganz ehrlich bin: Amerikaner sind wirklich viel freundlicher als Deutsche. Es beginnt beim Shoppen. Kaum kommst du in ein Geschäft kommt der erste Verkäufer auf dich zugestürmt und fragt dir wie es dir geht, wie dein Tag war, was du schon so geshoppt hast und ob du nach Etwas bestimmten suchst, währenddessen ich manchmal in Deutschland das Gefühl habe dass die Verkäufer in Deutschland eher vor den Kunden weglaufen. :D Auch in der Schule sind vor allem die Lehrer viel netter als in Deutschland und man entwickelt schnell eine "Freundschaft" mit seinen Lehrern. Ich weiß, es klingt komisch, aber ich werde meine Lehrer wirklich vermissen. Jedes Mal wenn ich in den Klassenraum komme fragt mich mein US History Lehrer (und alle anderen auch) wie es mir geht, wie mein Tag war und wenn ich dann zum Beispiel erzähle und sage: Mega gut, habe eine 1 in Mathe. Dann krieg ich erst mal einen High-Five und mein Lehrer sagt: Nice Job, Sweetheart! Hier war nie jemand auch nur ansatzweise genervt von irgendeiner Frage die ich gestellt habe, weder in der Schule noch irgendwo anders. Man merkt, wie ich finde, einfach wirklich, dass zwischen den Menschen hier eine Art Verbundenheit besteht - einfach nur weil sie im selben Land wohnen. Und wenn man mal an die amerikanische Geschichte denkt, finde ich es wirklich toll dass die USA das heutzutage von sich sagen kann.
So, das waren meine Top 10 von Dingen die mir in den USA aufgefallen sind. Als nächstes kommen denke ich die Top 10 Dinge aus Deutschland, die ich hier in meinem Auslandsjahr vermisst habe. Sorry, falls ich Rechtschreibfehler in meinen Sätzen habe und ich hoffe ich konnte meine Fakten einigermaßen so erklären, dass jeder versteht was ich ausdrücken wollte. :)
US-Amerikaner sind nicht freundlich, Amerikaner sind oberflächlich bis zum Geht-Nicht-Mehr. Als ob es da jemanden interessiert, wie es einem geht oder ob man eine 1 geschrieben hat. Direkt danach hat der Typ das definitiv wieder vergessen gehabt. Sei nicht so naiv.
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